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Segensorte Bistum Speyer

Eine gemeinsame Vision

Segensverortung im Bistum Speyer.

Das Bistum Speyer startete 2019 mit einem gemeinsamen Visionsprozess. Ja, gemeinsam! Alle, die mitmachen wollen, sollten mitmachen können: Eine offene, aktive Suche nach einer neuen Gestalt von Kirche mit Beteiligung möglichst vieler. Gemeinsam Kirche Sein – in Ihrem besten Sinn. Persönliche Erfahrungen und Sichtweisen einbringen und auch über den gewohnten Horizont hinausdenken. Sich mutig den Fragen der Gegenwart stellen und die Zukunft der Gesellschaft kreativ mitgestalten. Der zentrale Begriff, um den sich der Prozess drehen sollte: Segensorte. Das sind lebendige, bewegliche und vielfältige Gelegenheiten, wo praktische Nächstenliebe und Gemeinschaft begeistern. Momente und Orte, in denen Gottes Segen in der Welt spürbar und stärkend erfahrbar wird. Segen geben und nehmen. Segen sein, ganz alltäglich und doch besonders.

Kurz vor der Corona-Pandemie 2020 startete der Prozess – zunächst mit einer ersten Auftaktveranstaltung, auf die weitere Veranstaltungen folgen sollten. Die Pandemie verhagelte letztere – aufhalten konnte sie den Prozess aber nicht. Die Auseinandersetzung mit vielen Menschen und Stimmen fand dann eben digital statt. Wir standen beratend zur Seite, entwickelten den zentralen Begriff, das Logo (in Anlehnung an das Bistums-Logo), Arbeits- und Gesprächsmaterialien, die zentrale Website … und später auch die Fortführung der zahlreichen Erkenntnisse, die zum Thema Segensorte gesammelt wurden.

Viele motivierte Menschen und unzählige spannende Ideen für eine ganz neue Vision.

Tolle Auftaktveranstaltung und dann Corona.

Es gab eine und noch eine zentrale Veranstaltung. Die fünf nächsten mussten leider abgesagt oder vielmehr ins Netz verlegt werden. Die sieben zentralen Veranstaltungen waren geplant, um auf den Visionsprozess kreativ einzustimmen und die Arbeitsmaterialien für Kleingruppen im ganzen Bistum vorzustellen und auszugeben. Als Arbeitsmaterial wurde eine Materialbox entwickelt: Darin enthalten ein Materialheft als Anleitung für Gruppen, Inspirationen und  Tools zur Ideenfindung und Ausarbeitung und einen »Beitragsblock«, in dem die Rückmeldung aus den Gruppen zusammengetragen und anschließend auf der Website textlich und visuell veröffentlicht werden konnten.

Eine Website, die zur Ideen- und Visionsplattform wuchs.

Die Website entwickelte sich mit dem Visionsprozess und bot (und bietet immer noch) viele Möglichkeiten zur Beteiligung. So gibt es neben allgemeinen Infos und Updates auch Umfragen mit Stimmungsbarometern. Das zentrales Element der Website ist die Übersicht über alle gefundenen Segensorte, die in Form von Pins auf einer reellen Regional-Karte eingetragen, sowie gewünschte (also nicht  an Orte gebundene) Segensorte, die in einer Herzform festgehalten werden konnten.

Die Vision wird immer greifbarer.

Mit der Zeit wurde der Entwurf der gemeinsamen Vision immer klarer und konnte nun auch detaillierter dargestellt werden. Sechs zentrale Räume wurden definiert, zu denen jeweils ein erläuternder Text, ein passender Bibelvers und eine Illustration entwickelt wurde. Die einzelnen Elemente bilden eine gemeinsame schlüssige Form. Zu dieser neu formulierten Resonanz kann wiederum auf der Website Rückmeldung gegeben werden, damit ging der Visionsprozess in eine neue – in die nächste Phase.

»Kirche neu denken ist gar nicht so einfach. Für unseren Visionsprozess war es deshalb eine absolute Bereicherung mit den kreativen Köpfen von gobasil zusammen zu arbeiten. Echt ein Segen!«

Referent für Missionarische Pastoral im Bistum Speyer, Geschäftsführer des diözesanen Visionsprozesses

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